den eigenen Horizont erweitern, miteinander reden, Fakten sammeln, Bücher lesen statt Medien konsumieren

Immer wieder frage ich mich, was ich noch tun kann in dieser Zeit, die alles dagewesene auf den Kopf stellt, die uns alle verunsichert, die uns verändert, uns voneinander trennt, die Menschen in Angst versetzt, die Menschen lähmt ….

Ich möchte verstehen, was hier gerade passiert … ich suche nach Fakten, die ich nicht in den allgemeinen Medien finde – schon seit Jahren habe ich keinen Fernseher mehr…

Einer Buchempfehlung aus dem Club der klaren Worte bin ich gefolgt.

Das Buch heißt „Chronik einer angekündigten Krise“ – Wie ein Virus die Welt verändern konnte.

Paul Schreyer, freier Journalist und Autor mehrerer politischer Sachbücher, hat dieses Buch geschrieben, weil auch er die Corona- Krise verstehen will.

So wie vielen von uns ging es auch ihm zu Beginn des Jahres. Die Frage „Was geht hier auf dieser Welt vor, seit Januar 2020“ hat ihn so beschäftigt, dass er zahlreiches Hintergrundwissen recherchierte und Hypothesen aufstellt, die er in diesem kleinen faktengestützten Buch zusammengestellt hat.

In seinem ersten Kapitel Wahn und Wirklichkeit: Zum Umgang mit Verschwörungstheorien setzt er sich intensiv mit dem Begriff „Verschwörungstheorien“ auseinander.

Sehr bemerkenswert finde ich zum zwei Abschnitte in diesem Kapitel:

„… Für die Justiz sind sie ein häufiges Thema. Eine Verschwörungstheorie im direkten Wortsinne ist nichts anderes als eine kriminalistische Ermittlungshypothese. Bei Polizei und Staatsanwaltschaften gehören solche Hypothesen zum nüchternen, professionellen Arbeitsalltag, sind laut einem kriminalistischen Standardlehrbuch sogar „unerlässliche Grundlage (…) zur Aufklärung und Beweisführung“

und

Die Debatte über Verschwörungstheorien ist aus diesem Grund immer auch eine Debatte über das eigene Menschenbild und Politikverständnis.“

Wie viele Menschen werden in dieser Zeit ganz einfach abgestempelt, weil sie eine andere Meinung als die unserer Regierung und ihrer Berater haben.

Auch ich musste mir – nachdem ich mich entschieden hatte, am 7.11. 2020 zur Demonstration nach Leipzig zu fahren um mir dort ein eigenes Bild zu machen – anhören, dass ich wohl jetzt zu den Corona- Leugnern gehöre etc.

Der schlimmste Kommentar eines Freundes dazu war, dass seiner Meinung nach alle Menschen, die zu dieser Demonstration gehen, für ihn eingesperrt gehören….

Ich war sprachlos … alle Argumente meinerseits prallten ab … wir haben uns geeinigt, dass wir uns derzeit nicht einigen können.

Auf der Rückseite des Buches steht u.a.:

Die vordergründig chaotisch erscheinenden Reaktionen auf das Virus werden von Paul Schreyer in einen erhellenden globalen Kontext gestellt. Deutlich wird: Einige aktuellen Entwicklungen sind nicht zufällig.

Ja und schon wenn man die Überschriften der einzelnen Kapitel liest, wird einem klar, dass es mehr als brisant ist, was da geschrieben steht….

Kapitel 2 „Biosecurity“ und die Politik der Angst

Kapitel 3 Dark Winter: Der Ausnahmezustand wird geprobt (1998-2001)

Kapitel 4 Atlantic Storm: Epidemien als Türöffner (2001-2018)

Kapitel 9 Tote in Europa: Panik und Irreführung (Februar 2020)

Kapitel 10 Vom Testwahn zum Lockdown (März 2020)

Ja es liest sich wie ein Science fiction Roman … doch es sind Fakten.

Erschreckend ernüchternd …

Der Epilog: Über das Sterben – und den Irrtum ….

ein Ausschnitt daraus...

… „ Nach Angaben von UNICEF sterben jeden Tag (!) 15 000 Kinder unter 5 Jahren an Hunger und vermeidbaren Krankheiten- eine permanente Katastrophe, für die es keine internationalen Krisenstäbe, keinen ARD- Brennpunkt, keine täglichen Live- Ticker und keine dreistelligen Milliardenhilfen westlicher Regierungen gibt.“

Ein sehr emotionales Ende dieses Buches.

Es geht darum, zweifeln zu dürfen , es geht darum anders denken zu dürfen, es geht darum nicht alles zu glauben, was uns erzählt wird.

Miteinander reden , sich austauschen , keine weitere Spaltung der Gesellschaft zu fördern…

das ist wichtig zur Zeit – mehr denn je.

Wir haben keine leichten Zeiten vor uns … gestern alleine die Nachricht, dass zum Beispiel 69% aller Gaststätten in Sachsen laut DEHOGA schon Ende November vor der Insolvenz stehen…

Ja es gibt Corona. Und ja es ist eine bedrohliche ernstzunehmende Erkrankung. (eine von vielen)

Doch die politischen Reaktionen darauf sind völlig unangemessen und dürfen sehr wohl kritisiert werden.

Auch deswegen war ich zur Demonstration in Leipzig, die in meinen Augen sehr friedvoll verlaufen ist und deren Held der Polizeipräsident Torsten Schultze war.

Sein Statement „Gewalt einzusetzen war für uns nicht angezeigt. Man bekämpft eine Pandemie nicht mit polizeilichen Mitteln, sondern nur mit der Vernunft der Menschen.“ zeigt Haltung.

Jeder von uns hat eine Wahl. Jeder von uns kann – auch wenn die Lage noch so pessimistisch erscheint – Haltung zeigen. Die Opfermentalität vieler Mitmenschen ist schwer nachvollziehbar.

Mein Austritt aus Bündnis90/ Die Grünen war so ein Schritt für mich – auch hier werden alle Andersdenkenden gerade in die rechte Ecke gestellt … zahlreiche Kommentare von Mitgliedern meiner ehemaligen Partei zeigen auch deren Tunnelblick.

Ich will damit nicht sagen, dass ich Recht habe… Ich möchte anregen dazu, sich zu informieren, sich in Ruhe auch mit Argumenten von anderen auseinanderzusetzen und nicht gleich auszugrenzen.

Und vor allem: Bleibt friedlich und kümmert Euch gut um Euch und Eure Gesundheit

PS: Ich habe mich in diesem herbst entschieden AMAZON nicht noch reicher zu machen ....ich bestelle  meine Bücher jetzt bei einer kleinen Buchhändlerin in Aue....

 

Von Herzen Eure Bärbel Espig

Bewegungsschule & Therapie

Bärbel Espig

www.physiotherapie-espig.de

Tel. 0171 - 74 82 649

 

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