Teil 2 Hilfe zur Selbsthilfe….

Das Verdauungssystem

Beginnend mit ein paar Fragen

Was hat mir auf den Magen geschlagen?  Was kann ich nicht verdauen?? Was stößt mir bitter auf? Was bringt meine Galle zum Überlaufen???

Die Psyche hat tatsächlich einen großen Einfluss auf Magen, Darm, Leber und Galle. Unser Verdauungssystem reagiert sehr empfindlich auf Reize, dabei ist es egal ob es sich um psychischen oder im Alltag gelebten Stress handelt. Schafft man dort keine Entspannung, kann sich der Körper früher oder später mit Symptomen bei uns melden.

Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages viel Zeit für seine Krankheit opfern.         Sebastian Kneipp

Lange her, als er das gesagt hat, aber wie recht er doch hatte. Jeder kann sehr viel für sich selbst tun. Heilung geschieht nicht nur von außen, das was wir denken, fühlen, wie wir leben ist ganz entscheidend für unsere Gesundheit.

Doch erst einmal- Was tun, wenn es im Magen zwickt, bei Unwohlsein, Übelkeit, Verstopfung und Durchfall?

Die erste Wahl, wenn es im Magen drückt, kann Kamillen und/ oder Fenchel -Anis- Kümmeltee und natürlich Ruhe und Entspannung sein. Auf die Bedürfnisse des Körpers achten, etwas Nahrungskarenz ist auch hilfreich. Fette am besten erst einmal komplett vom Speiseplan streichen bzw. stark reduzieren, auf leichte Kost zurückgreifen. Zwieback war und ist da schon ein Klassiker. So kann sich der gereizte Magen schon etwas erholen.

Feuchte Wärme auf dem Bauch kann Wunder wirken, sorgt für Entspannung. Dafür ein feuchtes Handtuch mit einer Wärmflasche( Achtung nicht zu heiss) auflegen. Vorsicht ist bei eventuellen Entzündungen geboten. Die Wärme kann diese anfeuern. Aber richtig ist letztlich das, was sich angenehm anfühlt. Das setzt natürlich ein gutes Gefühl für den eigenen Körper voraus.

Wer gern ätherische Öle nutzen möchte, dem kann ich Pfefferminze, Copaiba oder Digize empfehlen. Diese können unser Verdauungssystem sehr gut unterstützen.

Bei Durchfall oder Verstopfung wirken Flohsamenschalenpulver oder auch Leinsamen regulierend. Dabei aber unbedingt auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten.Einen Esslöffel Leinsamen, am besten über Nacht in Wasser einweichen, und morgens zusammen mit dem Schleim, der sich bildet, einnehmen. Das ist sowohl ein Schutz für die Schleimhäute im Verdauungstrakt und ist ebenso stimulierend für die Darmwand und damit gut zur Förderung der Peristaltik.Flohsamenschalenpulver in kaltes Wasser einrühren, sehr schnell trinken!!- der Pudding der dabei entsteht ist sonst wirklich eine kulinarische Herausforderung. Danach sofort noch ein Glas Wasser trinken. Das Pulver quillt stark auf, und könnte sonst auch zu Verstopfungen führen.Flohsamenschalenpulver kann Giftstoffe binden, bildet wie Leinsamen einen schützenden Schleim und stimuliert durch den Quellvorgang auch die Darmwand.

Sollten Symptome länger anhalten, ist natürlich ein Besuch bei einem Arzt zum Ausschluss eventueller Erkrankungen Pflicht. Blut im Stuhl und auch ein ständiger Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung sind dabei sehr ernstzunehmende Hinweise.

Beschwerden im Verdauungstrakt können auch durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht werden. Da die Symptome nicht immer sofort nach dem Essen auftreten, ist ein Zusammenhang nicht leicht herzustellen. Mit der Kairos Methode und dem kybernetischen Muskeltest lässt sich eine Verbindung jedoch schnell finden. So kann für den Patienten ein individueller Ernährungsplan festgelegt und wenn nötig, passende Nahrungsergänzungsmittel gefunden werden.

Auch wenn das jetzt völlig banal klingen sollte, so sind folgende Hinweise doch sehr entscheidend für eine gute Verdauung:

Jeden Bissen etwa 20 mal kauen, im Sitzen und in ruhiger Umgebung essen- Handy und Fernseher aus, eine nette Atmosphäre schaffen und auch auf größere Trinkmengen direkt zum Essen verzichten.

Kräuter und Gewürze können die Verdauungsorgane entlasten, Speisen bekömmlicher und somit leichter verdaulich machen. Dazu gehören Curcuma, Kümmel, Chili, Anis, Ingwer, Nelke, Fenchel, Beifuß, Curry, Dill, Oregano, Petersilie, Salbei, Thymian,….

Zwei Organe die wir nicht vergessen dürfen sind die Leber und die Galle. Wenn es da zwickt, kann das sehr unangenehm werden. Auch dort ist eine Schulmedizinische Abklärung bei längeren Problemen durchaus wichtig. Ein ehrlicher Blick auf die eigenen Lebensgewohnheiten ist nicht einfach, aber doch manchmal nötig….

Ernähre ich mich gesund? Wie hoch ist mein Alkoholkonsum? Bin ich oft im Stress? Was tue ich zum Ausgleich? Bin ich sportlich aktiv- am besten in der Natur? Und nicht zu vergessen der Faktor Wut, der gern auf Leber und Galle sitzt….

Mit speziellem Leber Galle Tee und Bitterstoffen in Nahrungsmitteln kann die Gallenproduktion angeregt werden. Dazu gehören zum Beispiel Löwenzahn, Chicorée, Endivien Salat, Rosenkohl, Brokkoli, Rucola, …..

Mariendistel Präparate sind in der Apotheke frei erhältlich und für die Leber eine hilfreiche Unterstützung.

Sehr angenehm ist auch ein Leberwickel. Dafür ein feuchtes Handtuch mit einer Wärmflasche auf den rechten Oberbauch legen. Das regt die Durchblutung im Organ an und entspannt.

Auch Fastenkuren oder Intervallfasten sind sehr heilsam für unser gesamtes Verdauungssystem. Zum einen kann in den Ruhezeiten optimal verdaut werden, das gesamte System kann sich entspannen, reinigen, erholen. Schlacke und Giftstoffe können abtransportiert werden.

Es gibt wunderbare Begleitungen für Fastenkuren, man muss das nicht alleine „durchstehen“. Oft sind diese Kuren mit den unterschiedlichsten Anwendungen und Therapien kombiniert. Von erfahrenen Fastenleitern begleitet, die auch psychisch auffangen können und den Blick wieder auf Ganzheitlichkeit im Leben lenken können. So kann im Prinzip jeder, der das gern möchte, fasten. Und die Entschlackung und Reinigung ist nicht nur auf die körperliche Ebene beschränkt. Auch emotionaler Ballast kann sich durchaus lösen.

Mit der Kairos Methode haben wir Therapeuten auch sehr viele wunderbare und wirksame Techniken an der Hand, um das Verdauungssystem osteopathisch zu regulieren. Ganz einfach formuliert -alles wieder so zu platzieren wo es hingehört, Blockaden lösen, zu entspannen und auch Narben zu entstören. Damit erzielt man wunderbare Erfolge und ein gutes Bauchgefühl beim Patienten.

Entspannung ist für unser Verdauungssystem von großer Wichtigkeit. Optimal arbeitet es nur, wenn wir nicht auf der Flucht sind. Ruhe im Außen, Arbeit im Innen. Das heißt Ruhephasen einbauen, Spaziergänge im Wald, und auch Meditationen wirken Wunder. Für den Verdauungstrakt empfehle ich zwei Meditationen von Dr. Karsten Wurm. Teil 1- Das Wurzelchakra und Teil 3 – Das Nabelchakra (erhältlich über Amazon oder auch Spotify)

Abschließend in Kurzform noch ein paar Pfeiler für unsere Gesundheit:

Dazu zählen gesunde abwechslungsreiche, frische Ernährung mit einem großen Obst und Gemüseanteil, eine ausreichende Trinkmenge von etwa 2 Liter – bestenfalls stillem Wasser, Spaziergänge in der Natur, 10 000 Schritte am Tag, Sportliche Betätigung angepasst an die  körperliche Verfassung, ein gutes soziales Umfeld und natürlich auch Ziele im Leben.

Mens sana in corporo sano    In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist         Juvenal Römischer Dichter (60-140 n Chr.)

Herzlich
Grit Börner
Heilpraktikerin & Kairos Therapeutin
Naturheilpraxis Bauchfeelings
Mobil: 0176 83 72 39 56

Diese Empfehlungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Was dem einen gut tut, muss für den anderen nicht zwingend optimal sein. Vielleicht möchte aber auch hier in den Kommentaren jemand seine wirksamen Hausmittel mit uns teilen?

 

 

 

1 Kommentar

  1. Sehr guter Beitrag! Gefällt mir. Selbsthilfe ist wichtig!

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