Ich habe gerade das Buch „Eine neue Wirtschaft - zurück zum Sinn“ gelesen.

Es hat nur 157 Seiten und es liest sich echt leicht.

Die drei Autoren – Johannes Gutmann, Robert Rogner und Josef Zotter – waren mir bisher kaum bekannt. Lediglich der Gründer von „Sonnentor“ Johannes Gutmann, da ich seit einiger Zeit immer den Wildkräuter Biotee nach dem Rezept von Wolf- Dieter Storl von eben dieser Firma trinke.

Ich las letztlich ein Interview mit diesen drei Männern, indem auf ihr Buch hingewiesen wurde.

Gekauft… und absolut nicht enttäuscht.

Schon das Eingangskapitel „ Warum wir uns genau jetzt die Frage nach dem Sinn stellen müssen“ hat mich gefesselt.

Die drei dort gestellten Fragen: Was ist der Sinn meines Lebens ?

Was empfinde ich als meinen inneren Auftrag?

Wie kann ich ihn erfüllen? ….begleiten den Leser durchs Buch.

Es wird im nächsten Kapitel vom Sinn der Wirtschaft ursprünglich geschrieben, dann vom Sinn der Unternehmen.

Dabei kommt schon heraus, dass die Wirtschaft heute und viele Unternehmen nicht mehr dem ursprünglichen Sinn, nämlich der Gemeinschaft zu dienen, folgen.

Heute geht es nur noch um Gewinnmaximierung.

Die kapitalistische Monsterwirtschaft schafft die Bürger allmählich ab und ersetzt sie durch Konsumenten.

Dies sieht man ja heutzutage und auch ich will mich da nicht ausnehmen – auch ich bin erst in den letzten Jahren – seit meinem Ausstieg aus der Klinik 2013, wo ich nur noch funktionierte, wieder zum fühlenden, sinnsuchenden Menschen geworden.

Ich hatte es regelrecht verdrängt, mich um meine eigenen Bedürfnisse zu kümmern, habe nur noch für die Arbeit gelebt – Helfersyndrom hoch ³.

Was macht mir wirklich Freude? Wofür habe ich mir keine Zeit mehr genommen? Was weckt meine Kreativität????

Als ich 2016 bei Kairos die Grundausbildung begann wurden wir Teilnehmer zu Beginn gefragt, warum wir da sind und die Ausbildung machen.

Ich sagte ganz klar: Ich möchte mehr Zeit für mich.

Das ist auch heute noch so (auch wenn die Zeit durch die Ausbildung gerade noch knapper ist). Ich möchte endlich mehr Zeit haben für die Dinge, die mir Spaß machen – ich muss niemandem mehr beweisen, dass ich 60 Stunden in der Woche arbeiten kann…

Ich lese unheimlich gerne Bücher wie dieses – weil mich die Menschen inspirieren, etwas zu ändern.

Man hört ja immer wieder – auch in der jetzigen Zeit – dass man alleine nichts bewirken kann.

Doch es gibt eine bahnbrechende Studie, die im Buch erwähnt wird, von den amerikanischen Psychologen Bibb Latané und John M. Darley, dass sich Menschen an anderen Menschen orientieren. Am liebsten an denen, die gewaltige Überzeugungskraft ausstrahlen.

Am besten wir sprechen miteinander über unsere Überzeugungen. Ein Mensch der uns nah ist, dem wir vertrauen, kann uns inspirieren, etwas zu tun.

Fragen wir uns also nach dem Sinn ….

Sinnerfüllung macht gesund.

„Die Medizin beginnt gerade zu verstehen, dass der Sinn des Lebens klinisch relevant ist.“

Dies gilt vor allem für junge Menschen.

( Awais Aftab und Dilip Jeste von der University of California in San Diego )

Positive Verhaltensweisen werden mit Dopaminausschüttungen im menschlichen Gehirn belohnt.

Dieser Effekt trägt dazu bei, dass Menschen, welche für die Gemeinschaft und das Wohl anderer handeln, zufriedener sind und mit Wohlbefinden belohnt werden.

Unser aktuelles Wirtschaftssystem allerdings ist darauf ausgelegt, den Konsum zum Lebensinhalt zu machen. Wachstum über alles!

Und in dieser Spirale wird alles geopfert – die Menschen beuten sich selbst immer mehr aus (auch mit Hilfe von Drogen) und belohnen sich dann mit materiellen Dingen.

Die Natur wird geopfert, immer mehr Lebensraum von Menschen und Tieren zerstört und die Gefahr von Pandemien wächst dadurch.

Schon Hippokrates von Kos aus dem Antike meinte: „Krankheiten überfallen die Menschen nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel, sondern sind die Folgen fortgesetzter Fehler wider die Natur.“

Es gibt Alternativen zur Monsterwirtschaft – wir dürfen uns öffnen dafür.

Zuerst macht es Sinn in uns selbst nachzusehen, worum es eben in diesem einen, unserem Leben wirklich geht.

Die drei Autoren beschreiben ihre persönliche Geschichte und Sinnsuche sehr emotional und eindrucksvoll. Es gibt so viele gute Initiativen von Menschen, die wirklich handeln.

Dazu braucht es Mut und innere Haltung.

Der Satz von Viktor Frankl Psychoanalytiker, berührte mich sehr und sagt alles:

„Wer um den Sinn seines Lebens weiß, dem verhilft dieses Bewusstsein mehr als alles andere dazu, äußere Schwierigkeiten und innere Beschwerden zu überwinden.“

 

Also bleiben die drei Fragen:

Was ist der Sinn meines Lebens?

Was empfinde ich als meinen inneren Auftrag?

Wie kann ich ihn erfüllen?

Ich würde mich freuen, wenn ich euch inspiriert hätte, dieses wirklich gute Buch zu lesen!

Eure Bärbel Espig, Kairostherapeutin und Leseratte

Bewegungsschule & Therapie

Bärbel Espig

www.physiotherapie-espig.de

Tel. 0171 - 74 82 649

 

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