Was ist Mut?? Brauchen wir Mut? Oder lebt man besser wenn man sich versteckt und mit der Masse schwimmt??

Mut, auch Wagemut oder Beherztheit, bedeutet, dass man sich traut und fähig ist, etwas zu wagen, das heißt, sich beispielsweise in eine gefahrenhaltige, mit Unsicherheiten verbundene Situation zu begeben... Wikipedia

Oder auch anders…

Mut ist die Fähigkeit, in einer gefährlichen, riskanten Situation seine Angst zu überwinden; Furchtlosigkeit angesichts einer Situation, in der man Angst haben könnte und auch die  Bereitschaft, angesichts zu erwartender Nachteile etwas zu tun, was man für richtig hält

Was erfordert Mut?

Mut erfordert Vertrauen, vor allem Selbstvertrauen. Mut erfordert den Verzicht, weil man nicht alles kann. Mut braucht man auch, um eigene Entscheidungen zu treffen und auf ungefragte Ratgeber zu verzichten, die einem gut gemeinte „Ratschläge“ geben.

….das ist ein Teil von dem was mir google zu Mut angezeigt hat….

Doch wie mutig ist jeder einzelne von uns? Merkt man  wenn man mutig ist? Wie mutig bin ich?

Die Idee über Mut zu schreiben kam mir ganz spontan morgens unter der Dusche. Da bin ich nämlich das erste Mal am Tag mutig, und zwar dann, wenn ich nach dem wunderbaren berieseln mit warmen Wasser auf eiskalt stelle und mittlerweile schon gefühlt voll lange darunter stehen bleiben. Das ist schon zum Ritual geworden, doch jedes Mal erfordert es doch etwas Mut von warm auf kalt zu drehen 😉 Ja und unter dem kalten Strahl kamen mir so ein paar Schritte in den Sinn, in denen ich doch recht mutig war.

Mein erster mutiger Schritt aus meiner Komfortzone war die Entscheidung zur Ausbildung als Heilpraktikerin. Viele Jahre vorher schon war ich unglücklich in meinem Job als Krankenschwester, wusste aber nicht wohin und was. Und dann habe ich mich entschieden etwas zu tun, was mich schon lange interessiert und beschäftigt hat. Naturheilkunde.

Das war gefühlt mein erster mutiger Schritt, sicher war ich auch davor schon manchmal mutig, aber irgendwie kam damit alles ins Rollen. Dann kamen die Kairos- Inspirationstage. Mutig, bin ich ganz alleine nach Erfurt gefahren, habe mutig mit ganz viel Emotionen und unter Tränen den Vertrag für die Grundausbildung unterschrieben. Entgegen aller Warnungen von außen…Und ich bin so glücklich und stolz auf mich das getan zu haben.

Ja und dann wurde alles irgendwie immer leichter. Der Weg wurde klarer. Auch wenn ich finanziell nicht recht wusste wie es gehen wird, der nächste Schritt war die Meisterausbildung bei Kairos.

Wieder mutig sein- und mit einer Website zu Dingen stehen die ich tue. Es war total verrückt, aber ich hatte wirklich Angst mich so öffentlich zu präsentieren. Was sollten die Leute denken, hoffentlich liest das keiner von den ärztlichen Kollegen. Dämliche Gedanken, aber sie waren da. Auch Flyer verteilen hat mich viel Mut gekostet. Ich habe ganz besonders lange gebraucht, bis ich welche in dem Krankenhaus verteilt habe in dem ich noch arbeite, aber jetzt liegen sie da und es ist mir Wurscht… 🙂

Dann Facebook. Socialmedia wollte ich eigentlich nie, aber um irgendwie bekannt zu werden, brauchte ich auch diese Plattform. Wieder Mut – angemeldet, warum auch immer - ich bin 3 mal dort rausgeflogen nachdem ich alles fertig hatte mit Fotos, Texten usw. Beim 4. Mal war ich, die ewig ein normales Tastenhandy, dann hatte bei Facebook 😊

Oh und dann die wunderbaren Mutproben bei Kairos. Wir sind über Scherben gelaufen, haben einen Pfeil – gehalten nur am Hals mit einem genauso mutigen Gegenüber, zerbrochen, ähnlich –eine Eisenstange verbogen, Tschacka- ein Brett zerschlagen und sind über einen Glutteppich gelaufen. Ja, und das hat, auch wenn ich es in dem Moment irgendwie nur so für mich abgehakt habe, ganz viel mit mir gemacht. Ich weiß, ich kann alles erreichen, ich weiß das ich mutig bin.

Ich war zu Demonstrationen für unsere Grundrechte, für Freiheit, gegen völlig überzogene Maßnahmen unseres Staates. Und die erste Demo hat mich schon Mut gekostet. Ich war am Ende wirklich fertig, hatte Angst- ich war noch nie in so einer Situation. Ich war dankbar für die Gemeinschaft von Kairos, die dort anwesend war. Aber das Aufgebot der Polizei, die Aggressivität, die durch diese schrecklichen schwarzen Uniformen ausgestrahlt wird, hat mich echt gestresst.

Und die zweite Demo war dann schon fast ein Spaziergang. Nicht mal der Wasserwerfer konnte mich dann extrem schocken…

Mut wächst also auch irgendwie in uns- oder wir wachsen an den mutigen Schritten. Egal wie, aber ich habe an Persönlichkeit und Stärke gewonnen. Mit jedem mutigen Schritt und egal ob dieser groß oder klein war.

Im Dezember habe ich für mich noch einmal sehr großen Mut bewiesen. Ich habe meine längst fällige Kündigung im Krankenhaus abgegeben. Befreiung… Herrlich

Es ist noch ein Schritt ins ungewisse, in eine Richtung, die ich noch gar nicht richtig kenne. Raus aus vermeintlicher Sicherheit- hin zu ….??? Alles ist offen. Ich habe manchmal kurz Existenzängste, aber ich weiß, das es irgendwie weitergehen wird, und ich weiß das es gut wird, RICHTIG GUT….

Mut erfordert auch ein gutes Umfeld. Und dafür bin ich sehr dankbar. Mein Partner, meine Kinder, meine Familie, engste Freunde und Kairos sind ein großer Halt für mich. Ich fühle mich sicher und unterstützt bei allem was ich tue. Und sie motivieren mich auch immer weiter mutig vorwärts zu gehen-MEINEN Weg zu gehen.

In dieser ver-rückten Zeit wird viel Mut gebraucht. Mut zum selber denken, Mut seine Meinung zu vertreten, Mut den Maulkorb abzunehmen- in jeder Beziehung, Mut gegen den Strom zu schwimmen, Mut sich vielleicht von vermeintlichen Freunden zu trennen, Dinge anders zu machen, in den Spiegel zu schauen sich selbst, unser Tun und das eigene Umfeld zu beleuchten.

Ich wünsche uns allen immer den nötigen Mut Dinge anzupacken, uns zu wehren gegen alles einschränkende, gegen Diktatur, gegen Gewalt, auch Mut für Veränderung, Mut für große und kleine Dinge, Mut für die Liebe, für Nähe,… Und ich wünsche uns eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt, sich hält und füreinander da ist.

Herzlich Grit Börner

Heilpraktikerin & Kairostherapeutin

Naturheilpraxis Bauchfeelings

 

1 Kommentar

  1. Liebe Grit, ich gratuliere dir von ganzem Herzen zu deinem Schritt, raus aus demm vermeintlich sicheren Job hin zur eigenen Heilpraxis. Ich wünsche dir, dass deine Träume und Visionen sich erfüllen. Ich habe den Schritt 1992 gewagt und meine eigene kleine Physiotherapie eröffnet. Durch stetige Weiterbildung und persönliches Wachstum, Blicke ich voller Stolz auf das erreichte zurück. Gern denke ich an unsere Mutprobe bei Kairos zurück. Ich bekomme noch heute feuchte Augen, wenn ich daran denke, welches Wagnis es für mich war, als ich über die Hängebrücke im Bergwerk Merker gegangen bin. Ich hatte Zisterne Knie, als ich oben stand. Wie im Leben bin ich los gerannt, ins stolpern gekommen und platsch da lag ich. Ohne in Panik zu verfallen bin ich aufgestanden und dann in völliger Ruhe bis zum Ende gegangen. Meine Familie und besonders mein Mann haben Mi h immer unterstützt und mir den Rücken frei gehalten. In den Fortbildungen bei Kairos habe ich gelernt mein Potenzial zu entfalten, Mutig zu sein und meine Komfortzone zu verlassen. Vielen Dank an Dr. Karsten Wurm, den Trainern und allen, die ich durch Kairos kennen lernen durfte. Wer mehr über Kairosmethode erfahren möchte, dem empfehle ich ich die Kairos Inspirationstage. Herzlich Manuela Schnitter

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